Warum Change-Projekte sterben — in der zweiten Woche.
Mittwoch, Konferenzraum, 32 Leute. Kick-off für das neue Change-Projekt. Die Präsentation ist perfekt. Am Ende klatschen alle.
Freitag. Die Präsentation liegt im geteilten Ordner. Die meisten haben sie nicht geöffnet.
Montag. Jour fixe wie immer. Tagesgeschäft wie immer. Das Change-Projekt taucht auf keiner Agenda auf.
Mittwoch der zweiten Woche. Genau sieben Tage nach dem Kick-off. Der Moment, in dem Change-Projekte sterben. Nicht mit einem Knall, sondern mit Stille.
Die Realität: Die Meetings sind voll, die Deadlines drängen, die Inbox quillt über. Das Change-Projekt ist wichtig — aber nicht dringend. Und im Kampf zwischen wichtig und dringend gewinnt dringend. Immer.
Die Frage der zweiten Woche lautet nicht: „Was ist die Strategie?" Die Frage lautet: „Was tue ICH am Montag um 9 Uhr konkret anders?"
Was Organisationen brauchen, ist kein neuer Workshop. Es ist jemand, der mit den Führungskräften in die operative Realität geht. Die Menschen haben alles, was sie brauchen. Was ihnen fehlt, ist der Raum — und die Erlaubnis, klein anzufangen.
Meine Frage: Was ist der eine Schritt, den du diese Woche gehen kannst — ohne auf jemand anderen zu warten?
Führe dich selbst, und alles andere folgt.
— Ralf
Weitere Impulse
Schau gern in die vollständige Übersicht für mehr Gedanken aus der Serie „Führung ist kein Zuschauersport".